29. Europa-Pokal im Sitzball in Olten/Schweiz

Ist Sitzball noch das Sitzball lt. den Spielregeln und div. Vorgaben?

Sitzball ist eine Sportart für Menschen mit Behinderung, speziell für amputierte Sportlerinnen und Sportler.

Wenn man bei diesem EURO-Turnier einige Mannschaften aus Deutschland ansieht, kann man den Grundgedanken nicht mehr nachvollziehen. Junge „lauffähige“ Spieler dominierten beim Turnier. Es stellt sich noch immer die Frage, wie funktioniert es, dass diese Mannschaften die max. Punkteanzahl von 19,5 nicht überschreiten. Für die Einstufung der Behinderung gibt es eine taxative Aufzählung und somit eine klare Vorgabe. Nur hier ist das nicht nachvollziehbar. Es drängt sich der Gedanke auf, dass hier bewusst falsch eingestuft wurde. Es wird schon sein dass diese Spieler eine Behinderung haben, jedoch ist die Punkteeinstuffung an Richtlinien gebunden und die sagen etwas ganz anderes aus. Wenn etwa ein Zuckerkranker oder ein lernschwacher Jugendlicher mit 4.0 od. 4.5 bewertet wird, so ist das schlichtweg falsch und die Sportärzte die solch eine Einstufung vornehmen betreiben Betrug an unserer Sportart.

Die Amputierten müssen sich den strengen Regeln unterwerfen und dann wird vom deutschen Verband alles ausgehebelt. Wir, die VSG St. Pölten werden daher die Konsequenzen ziehen und an keinem Euro Turnier mehr teilnehmen. Die Einstufungen sind nur ein Teil des falschen Spiels, das mit den anderen Ländern betrieben wird.

Grundsatzfrage:

Soll es ein Behindertensport bleiben oder sind hier behinderte Menschen nicht mehr erwünscht?

Auch die Schiedsrichterbesetzung ist ein Thema das wir nicht einfach ignorieren können. Es gibt Schiedsrichter, insbesonders aus Deutschland, die nicht objektiv sondern sehr zugunsten der Deutschen Teilnehmer richten. Es gab in Olten Vorfälle bei denen  Schiedsrichter uns Österreicher bewusst abgepfiffen haben, nur damit die Deutschen Gegner gewinnen konnten. Wir können schon verlieren, jedoch sollte dies aus sportlicher Sicht erfolgen und nicht weil ein Spielleiter seinen Einfluss zur Schau stellen muss.

So und nun zum Turnierverlauf der EURO 2012:

Zu Beginn hatten wir die B-Nationalmannschaft der Deutschen als Gegner. Wir hielten gut mit verloren jedoch mit einem Treffer Unterschied. Anschließend zeigte uns die A-Nationalmannschaft unsere Grenzen auf und wir verloren klar. Gegen Hessen spielten wir dann erstmals unser Potential aus und spielten einen klaren Sieg ein. Die restlichen Spiele gingen knapp verloren und so belegten wir schließlich den 6. Platz beim diesjährigen EURO-Turnier.

Da wir auch zeitgleich beim Drei Tannen Turnier antraten, so auch hier ein kurzer Bericht dazu: Wir starteten sehr gut und gewannen die ersten drei Begegnungen sicher. Durch einen kleinen Hänger ging das Spiel gegen Ludwigshafen  leider verloren. Bei den restlichen Spielen stimmte die Mischung wieder und so gewannen wir diese. Schlussendlich wurden wir sehr guter Zweiter.

Wir bedanken uns bei den Organisatoren und im Besonderen bei Paul Probst für seinen Einsatz.

Auch möchten wir nicht unerwähnt lassen dass wir natürlich die sportliche Stärke der Sieger beider  Turniere respektieren und gratulieren zu ihren verdienten Siegen.

 

Endergebnis 24. Dreitannen-Cup

1. BSV Ludwigshafen
2. VSG St. Pölten
3. VSG Ravensburg
4. SG Thurgau
5. SG Wohlen
6. SV Salamander Kornwestheim
7. BSV St. Gallen
8. BSG Olten

 

Endergebnis 29. Europa-Pokal im Sitzball

1. Nationalmannschaft DBS A
2. Landesverband Sachsen
3. BS Nordrhein-Westfallen
4. Nationalmannschaft DBS B
5. Nationalmannschaft Schweiz
6. SG St. Pölten/Linz
7. Landesverband Hessen

 

 

1 comment to 29. Europa-Pokal im Sitzball Stadthalle Olten

  • Christian H.

    Hallo der bericht zum Schweizer Eurotunier ( 1 Teil ) ist gemeint ist genau das was ich schon des öftern gedacht bezw. geeusert habe .
    Ein lob dem Schreiberling super ich nehme an das er der selben meinung ist wie ich . Weiter so .
    Mfg
    Christian

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